Jenseits von Loratadin und Cetirizin

Loratadin und Cetirizin sind freiverkäufliche, relativ kostengünstige Medikamente, die allergische Reaktionen unterdrücken (Antihistaminika). Dass sie leicht zu bekommen sind, ist wohl der Grund, warum sie so verbreitet sind.

In meinem Artikel  zu den beiden Wirkstoffen habe

Lachen ohne Pollen

Foto: Wikipedia Shankbone. CC BY-SA 3.0

ich darauf hingewiesen, dass es Unterschiede zwischen den beiden gibt, z. B. in den Nebenwirkungen. Also nicht einfach schlucken, sondern nachdenken und sich umhören.

Konsequenterweise sollte man dann auch weiterdenken. Statt Jahr für Jahr trotz Tabletten unter der Pollenpest zu leiden, lohnt es sich, andere Wirkstoffe auszuprobieren.

Alexander erwähnte in seinem Kommentar zum Beispiel Desloratadin und Levocetericin. (Danke dafür!) Weiterlesen

Loratadin oder Cetirizin— nicht egal!!!

Die Antihistaminka der sogenannten neueren Generation, Loratadin und Cetirizin, haben weniger Nebenwirkungen als die früheren. Sie haben deshalb beide einen guten Ruf.

Aber kaum jemand weiß, dass es nicht egal ist, welches der beiden man einnimmt. Unterschiede in der Wirkungsweise und in den Nebenwirkungen beschreibt die Pharmazeutische Zeitung genauer. So sollte der Arzt zunächst Loratadin empfehlen, da es nicht oder fast nicht müde macht. Cetirizin dagegen wirkt zwar besser bei Hautproblemen, aber macht schläfrig und dämpft die Motivation (!!!). Zwei Stunden nach der Einnahme soll das eintreten. Auch die Fahrtüchtigkeit ist dann beeinträchtigt.

Warum sagt einem das keiner?? Ich möchte gerne wach und motiviert bleiben, sofern ich es vorher war!

Edit: Mehr dazu und zu Alternativen in dem Artikel Jenseits von Loratadin und Cetirizin.

Ökotest prüft Allergiemittel

Die Zeitschrift Öko-Test hat im Februar 2010 Allergiemittel getestet. Geprüft wurde alles Nicht-Rezeptpflichtige quer durch die Bank : Augentropfen, Nasenspray, Tabletten zum Einnehmen.

Dabei ging es nicht nur um Wirksamkeit, sondern auch um Nebenwirkungen, die z. B. durch die verwendeten Konservierungsstoffe oder veraltete  Wirkstoffe ausgelöst werden können.  Cetirizin und Loratadin werden gelobt, da sie Antihistaminika der neueren Generation enthalten.

Die Wirksamkeit der Medikamente wurde aber nicht neu geprüft, sondern die Inhaltsstoffe analysiert und begutachtet.

Ökotest:

Testmethoden: … Wirkstoffe/Beipackzettel: Pharmakologische Begutachtung. PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe: Beilsteinprobe/Röntgenfluoreszenzanalyse

Die einzelnen Ergebnisse abzurufen kostet 2 €,  aber schon der zusammenfassende Artikel ist sehr informativ… und kostenlos.

Übrigens:  Bei manchen Leuten wirken Cetirizin und Loratadin ncht so dolle, habe ich gehört. Aber in Russland soll es ein sehr wirksames Medikament frei verkäuflich geben, das in der Schweiz hergestellt wird. Leider ist meiner Informantin der Name des Produkts entfallen. Wir arbeiten daran…. 😉

(Via Marktplatz)

Die Birkentablette kommt

Nachdem ich letztens herumgemeckert habe, dass es eine Desensibilisierung in Tablettenform bis jetzt nur für Gräserpollen-Empfindsame gibt, während sich Birkenpollen-AllergikerInnen mit Spritzen oder (angeblich weniger wirksamen?) Tropfen herumschlagen müssen,– nun die frohe Nachricht: Sie kommt!

Zumindest eine Firma forscht zur Zeit an der „Birken-Impf-Tablette“. Wann sie fertig sind mit Forschen und uns mit ihrem Produkt beglücken, verraten sie leider nicht. Aber was kann daran so schwer sein, ein paar Pollen in Tablettenform zu pressen? Hauptsache, sie schaffen es rechtzeitig vor der neuen Birkensaison…… Sie schaffen es doch, oder? Kann so eine Forschung scheitern???

Freuen dürfen sich übrigens auch Haustaubmilben-AllergikerInnen und Ambrosia- Geplagte: Auch für sie werden spezielle Tabletten entwickelt.

….Ob danach irgendwann die Katzentablette kommt? Oder das Pferd in Zäpfchenform?

Update: Sie wird schon getestet.

Wo bleibt die Birkentablette?

Die Desensibilisierung ohne Spritzen, über Tabletteneinahme, gibt es für Gräserpollen- Allergien schon seit drei Jahren . Diese „Gräser-Impf-Tablette“ ist sehr wirksam, wirksamer als man ursprünglich angenommen hatte. Das ist eine natürlich eine gute Nachricht.

Aber…. fällt Euch in der allgemeinen Berichterstattung dazu etwas auf?

Richtig! Niemand erwähnt das Wort „Birke“! Wann endlich gibt es die Birken- Impf-Tablette??? Forscht da jemand dran??? Drei Jahre sind ja wohl Zeit genug, um das Prinzip auf die Birke zu übertragen. Und Birkenpollenextrakt ist doch leicht zu gewinnen, wie die tägliche Erfahrung zeigt.

Es drängt sich der Verdacht auf, dass jemand die Forschung aktiv verhindert, anders ist es nicht zu erklären. Wer könnte ein Interesse daran habe? Gibt es eine Birkenmafia? Ich werde es herausfinden. Zuerst habe ich eine Email an die Gräsertablettenfirma geschrieben und ganz unverfänglich nachgefragt. Ich muss ja nicht sofort erwähnen, dass ich das mit der Mafia erraten habe. Sobald ich Genaueres weiß, werde ich berichten.

Update: Doch, hier!