Wie Allergien entstehen

Wir können kein Adenosin wahrnehmen. Diese Substanz kommt im Pollenstoffwechsel (so etwas gibt es?!) vor und signalisiert dem Körper normalerweise, dass die Polle harmlos ist. So toleriert der Körper die Polle. Bei einer Allergie nimmt der Körper das Adenosin nicht wahr und schwupps, haben wir die Alarmbereitschaft, die wir so gut kennen.

Herausgefunden hat das Claudia Traidl-Hoffmann von der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Klinische Immunologie (DGAKI). Quelle

Die neue Erkenntnis bringt vielleicht neue Behandlungsmöglichkeiten. Und bereitet der ewigen Diskriminierung und Banalisierung als „Befindlichkeitsstörungen“ womöglich ein Ende. NEIN, ich HABE als Kind im Dreck gespielt. Diese Rechtfertigung ist nun nicht mehr nötig. …hoffe ich

Die Milbe siegt

Arme Hausstaubmilben- AllergikerInnnen!!!! Es gibt keine wirksame Methode, die Milbe zu loszuwerden. Das behauptet zumindest eine Metastudie (pdf) vom dänischen Cochrane Institut . Berücksichtigt wurden physikalische und chemische Kampfmittel, zum Beispiel spezielle Bettbezüge, superteure Hightech-Staubsauger, Einfrieren, Waschen und diverse Substanzen.

Wissenschaft.de liest aus der Studie, dass man die Menge der Allergene immerhin zu 50% reduzieren kann. Da die Studie auf englisch- medizinisch- mathematisch verfasst ist, muss man schon Fremdsprachenkenntnisse mitbringen, um das herauszulesen. Versteht jemand, was die grünen Punkte an den schwarzen Strichen bedeuten?

Merkwürdig finde ich es, dass der Erfolg der Maßnahmen indirekt gemessen wurde, abgeleitet vom Befinden der untersuchten AsthmatikerInnen. Kann man denn das Milbenkackerchen nicht direkt messen? Und was ist mit dem Befinden von Nicht-AsthmatikerInnen? Leute, die bei einem staubigen Kopfkissen nur leicht niesen müssen, sind mit 50 %iger Milbenreduktion vielleicht ganz glücklich? Zur Not gibt es noch ein physikalisches Mittel, das bestimmt wirkt: Ab mit dem Zeug in die Mülltonne!

Nachtrag: In der Studie wurde der Verdacht geäußert, dass sich die Milben auf der menschlichen Kopfhaut sammeln und von dort immer wieder über das Bettzeug herfallen. Das könnte ein Grund sein, warum sie so hartnäckig wiederkommen.

Nachtrag 2: Viel schöner hat Günter Schütte darüber geschrieben….

Kohlendioxid gegen Heuschnupfensymptome

Was ist daraus geworden? Im Herbst 2007 hatten amerikanische Forscher herausgefunden, dass man mit Hilfe von Kohlendioxid einige Heuschnupfensymptome effektiv lindern kann. (Berichte dazu hier und hier.) Zwar wirkt es anscheinend nur auf die Nase, aber das wäre ja besser als nichts.

Und warum hört man jetzt nichts mehr von dem neuen Wundermittel? Sollen wir zum Selbstversuch schreiten? Kohlendioxidkartuschen müssten ja aufzutreiben sein. Aber wie bekommt man es in die Nase?

Bis auf weiteres sind Feuerwehrmänner und -frauen zu beneiden.