Horror im Hinterhof

Ich hatte heute ein schlimmes Erlebnis: In meinem Hinterhof ist Ambrosia!! 😦

Da bin ich jeden Tag dran vorbeigegangen, nichtsahnend. Aber weil ich gestern für Euch die Merkmale aufgeschrieben habe, hab ich sie plötzlich erkannt. Hühnerfuß-Blatt, unten grün. Behaarter Stengel, Leuchterkerzen-Blüten, paßt alles haargenau. Viel kleiner als ich gedacht hätte, nur so 20 cm hoch.

Was tut man in so einer Situation als verantwortungsbewußte Bürgerin? Richtig: Man rennt panisch ins Haus, macht alle Fenster und Türen zu und wartet bis die Gefahr weggeht.

Naja, nach einer Weile beschloß ich,  sachlich an das Problem heranzugehen. Erstens: Foto machen und an eine Ambrosiameldestelle schicken. Done.  Zweitens: Gummihandschuhe besorgen. Drittens: Das Zeug ausreissen, in den Hausmüll schmeissen. Erstmal ist es an Punkt zwei gescheitert, weil die Gummihandschuhläden geschlossen haben. Aber morgen wird Frau von und zu Ambrosia ihr blaues Wunder erleben!!

Es ist erschreckend, ich wusste nicht, dass das Kraut schon so nah ist. (Hannover!!!) Jetzt werd ich doppelt gut aufpassen, jetzt will ich es wissen. Schaut Euch doch auch nochmal die erkennungsdienstlichen Hinweise an, aber erschreckt nicht, wenn Ihr plötzlich merkt, dass Ihr längst vom Feind umgeben seid. Würde mich mal interessieren, ob und wo Ihr das Zeug auch findet.

Birkenniedergang: 52 %

Die Pollenbelastung ist in vielen Gebieten immer noch ziemlich hoch, weil das Wetter so trocken ist und die Birke dieses Jahr nicht so schnell zu Potte kommt. Es soll leider noch ein paar Tage lang so pervers sonnig bleiben.

Aber immerhin zeigt der Deutsche Wetterdienst inzwischen eine Meldequote von 52%! Und seit gestern wird die Karte „Ende der Blütezeit der Birke in Deutschland“ dann auch richtig, das heißt, mit farbigen Abstufungen dargestellt. Auf der bunten Karte kann man schön erkennen, wo es am schnellsten geht und wo die Problemgebiete liegen. Da bestätigt sich, dass z.B. Frankfurt a. M. dieses Jahr vom Birkenglück begünstigt war. Auch die Leiziger hatten es gut. Aber Norddeutschland und alle in dieser dunkelblauen Beule in Niedersachsen, mussten länger leiden. Man kann leider nicht direkt auf die Karte verlinken. Von hier aus auf Daten und Produkte gehen, dann Aktuelle Karten….

…..und dann den Niedergang der Birke täglich verfolgen…. go-go-go!!

Aktuelle Birkensituation

Der Birkenpollenflug ist seltsam dieses Jahr. Polleninfo.org verkündet seit Tagen „Birch: is over for this year“, aber wenn ich das Fenster aufmache, muss ich immer noch niesen. Ok, es ist nicht zu vergleichen mit dem Pollenwahnsinn, den wir Mitte/Ende April erdulden mussten. Aber wirklich vorbei kann man das nicht nennen. Die Birken vor Ort (Niedersachsen) haben schon dicke, fette Blätter, man sieht kaum noch Troddel. Das heißt eigentlich, dass sie mit ihren Blühgeschichten mehr oder weniger durch sind.

Die Pollenbelastung kommt wahrscheinlich durch das trockene, sonnige Wetter. Die Pollen, die auf dem Boden rumliegen, werden herumgewirbelt. Und die Restpollen an den Birken müssten eigentlich mal durch einen kräftigen Regenguß heruntergewaschen werden. Leider ist Regen in den meisten Gebieten Deutschlands erst für Freitag angekündigt. Bis dahin bleibt es wohl trocken und pollig. Das sagen auch die meisten Pollenvorhersagen: Mäßige bis starke Belastung.

Allerdings irren sie sich immer wieder: Benni erzählte, dass es in Frankfurt (Main) quasi vorbei ist. Im Rheinland soll der Blühhöhepunkt ja schon länger überschritten sein. Schaut man regelmäßig auf die Karte „Ende der Blütezeit der Birke“ vom deutschen Wetterdienst, so erkennt man, dass sich die Dinge langsam zum Besseren wenden. Die Karte füllt sich von Süden her stetig mit Zahlen. Anscheinend steht jede Zahl für eine Meldung ausgeblühter Birken. Die Meldequote (was immer damit gemeint ist) steigt Tag für Tag und momentan steht sie bei 27%. Am dicksten klumpen sich die Zahlen bei Stuttgart, Mannheim, Darmstadt, sowie entlang der Donau mit einem Schlenker nach Landshut hin. Einen zweiten dicken Klumpen gibt es bei Leipzig, Mühlhausen, Chemnitz. In Norddeutschland sieht es dagegen noch etwas mau aus. Vermutlich heißt das, dass wir als letzte erlöst werden. Aber es tut sich immerhin was!