Artedokumentation

Eine Dokumentation von Arte über Pollen (via DWD). Etwas oberflächlich und dümmlich, aber ein paar interessante Bilder von Pollenfallen.

Man sieht einen unserer Helden: Einen Sofortmelder (mit Sofortmelderhelm), der für den DWD die so wichtgen Blütezeiten dokumentiert. DANKE dafür!!!

Die Pollenfallen erschreckend steinzeitlich.

Kurz erwähnt wird, dass Pollen einen unterschiedlichen Gehalt an Allergenen haben können. Darüber kommt dann aber im weiteren Verlauf NICHTS mehr.

Schreckliche Szenen mit Pollenkammern. (Meines Wissens führt der Kontakt mit Allergenen zu einer Verschlimmerung, wird hier völlig ignoriert).

Vollkommen unkritisch dargestellt diese komsiche App Pollentagebuch, bei dem wir unsere Daten eingeben sollen, aber selber als Privatperson nicht an Daten rankommen. (Und im Gegenzug bekommen wir ne Prognose dessen, was wir eh schon wissen- auf was wir wohl reagieren.)

Ärgerlich, wie oberflächlich das abgehandelt wird, auch mit so albern-neckischen ModeratorInnen. Aber kann man sich trotzdem angucken, allein schon wegen des Sofortmelder-Helden.

 

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Die Luftzugfrage

Dass Pollen die Pest sind und dass sie dieses Jahr unerhört lange dauern, darüber brauchen wir noch zu reden. Aber wir können die Zeit nutzen, unsere Erkenntnisse zu verfeinern. Ich mache mir Gedanken zum Thema Luftzug. These: Luftzug ist unter allen Umständen zu vermeiden. Luftzug ist die Pollenhölle.

Natürlich meine ich pollengetränkte Luftzüge. Zum Beispiel: Offene U-Bahnfenster, schlechte Zug-Lüftungsanlagen (EC), Fahrradfahren, schlechte Klimaanlagen im Kino.

Ich stellte es zufällig fest, dass es mir extrem schlecht ging nach U-Bahnfahrten und ähnlichem. Jetzt schaue ich sehr genau, wo ich sitze (vorne, VOR dem offenen Fenster in Fahrtrichtung gedacht) und es ist besser. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder mag das jemand experimentell belegen? (Nein, Scherz, das macht man nicht mit Menschen) Oder weiss jemand Genaueres über die schlechten Lüftungsanlagen in ECs?

Ich finde, das Thema sollte in jedem Pollenratgeber abgehandelt werden.

Welche Birkenjahre waren schlimm?

Hier mal die Pollenmengen der letzten Jahre im Vergleich. Die sind wichtig, wenn man die Schlimmheit der jeweiligen Saison diskutieren will. Es geht bei 2001 los und es sind sogar unterschiedliche Pollenarten aufgeführt.

Allerdings scheint es jenseits der reinen Pollenmenge noch andere bestimmende Faktoren zu geben. Denn die Birke war ja zum Beispiel in 2012 gar nicht besonders belastend. Die Pollenmenge war aber relativ normal.

Man sieht, dass 2006  extrem viele Birkenpollen unterwegs waren. Ich glaube, in dem Jahr sind viele von uns das erste Mal HeuschnüpflerInnen geworden. Oder?

 

Erste Gräserpollen unterwegs

Es ist soweit, nicht nur Birkenopfer leiden: Auch Gräserpollen wurden jetzt schon registiert, allerdings nur in geringen Mengen. Das meldet  Pollenflug-Nord.

Dem Wiesenschwingel auf der Spur

Blühkalender sind diese nutzlosen Dinger auf denen bunte Balken grob irgendwelche Monate markieren. Auf welchen Daten das Ganze basiert wird nicht erwähnt. Vielleicht auf Pollensammlungen zur Französischen Revolution, auf esoterischen Schätzungen oder Onkel Ottos großem Zeh. In ihrer völligen Nutzlosigkeit hilft es eher irgendwelchen Illustrierten,  Hilfeleistung zu simulieren. Sie kommen sich verdammt informativ vor und können weiterhin frohgemuts PraktikantInnenarbeit als Journalismus ausgeben. Putzig ist es, wenn dazu noch der Ratschlag kommt, die Pollen zu meiden. Oh! Da wäre ich nie drauf gekommen!

Deshalb war ich völlig von den Socken als ich dieses fantastische Beispiel eines Vorbild-Blühkalenders entdeckt habe. Dieses Wunderwerk an Informationstechnologie möchte ich Euch kurz vorstellen. Nehmen wir den Wiesenschwingel als Beispiel. In anderen Blühkalendern und in Pollenvorhersagen taucht der Kerl gar nicht auf. Lieblos wird er unter „Gräser“ abgefertigt. Weiterlesen

Gras ist eine Welt für sich

Hah! Wie naiv war ich. Dachte ich doch, schaust Du mal nach, was für Gräser eigentlich Allergien auslösen. Es heißt ja immer “Gräserpollenallergie”. Aber auf der Wiese steht ja so Verschiedenes rum– und vor welchen genau muss man sich jetzt fürchten?

Tja, wer denkt, man könnte das als schnellen Info-Happen zwischendurch mitnehmen, hat sich gewaltig geirrt. Grasologie ist eine Wissenschaft für sich.

Zunächst gibt es verschiedene Gras-Familien, zum Beispiel Süßgräser, Sauergräser (ohne Scherz!!!) und Seegrasgewächse. Böse sind vor allem die Süßgräser, obwohl sie so einen niedlichen Namen haben. Innerhalb der Süßgras- Familie gibt es dann verschiedene Arten, die unterschiedlich fies sind, unterschiedlich weit fliegende Pollen haben und zu unterschiedlichen Zeiten blühen. Ohje….

Interessant ist, dass auch solche scheinbar harmlosen Gesellen wie Mais und Schilf Süßgräser sind und allergene Pollen haben. Wobei Maispollen aber zum Glück nicht so weit fliegen können. Weiterlesen

Wind und Regen

Jetzt scheinen ja die Gräserpollen heftig unterwegs zu sein. Eine Erklärung dafür war gestern in der Frankfurter Rundschau zu lesen: Weil es ein Hoch über Skandinavien gibt, haben wir Ostwind, und der bringt Pollen aus Polen. Jedenfalls nach Nordostdeutschland. Aber von den meisten Orten aus gesehen ist doch im Osten die dickste Landmasse, oder? ….in Deutschland meine ich……

Total blöd, dass die Dinger so weit fliegen können. Irgendwie wundere ich mich, dass die Vorhersagedienste sich an nationale Grenzen halten. Macht doch gar keinen Sinn….

Der Medizinmeteorologe (tolles Wort!) Klaus Bucher erklärt in dem Artikel auch, warum Regenwetter nicht immer so toll ist:

Zwar werden die Pollen aus der Luft gewaschen, aber wenn man Pech hat und der Regen nicht ganz rüber kommt, dann wird es doppelt so schlimm. Es sind nämlich warme Luftmassen nach oben gesteigen, die kühlen sich ab und kommen dann wieder runter. Dabei bringen sie jede Menge Pollen von da oben mit.

Außerdem habe ich bei Pollenflug-Nord mal gelesen, dass Gräserpollen bei leichtem Regen irgendwie zerplatzen oder aufplatzen. Dadurch sollen sie noch viel fieser werden, sich feiner verteilen oder so. Ich finde, darüber gibt es viel zu wenig Informationen, welcher Regen wann wo wie gut oder schlecht ist.