Wie machen Pollen krank? Neue Erkenntnisse

In dem Artikel Birkenpollenallergene hab ich beschrieben, dass Pollenallergie biochemisch eine komplexe Angelegenheit ist. Jetzt gibt es neuste Erkenntnisse, die das Ganze noch verwirrender machen.

In der Polle gibt es allergene Substanzen, auf die wir reagieren. Wie wir wissen, sind dies unterschiedliche Stoffe und jeder und jede reagiert ein bißchen anders auf die einzelnen Allergene. Nun hat man herausgefunden, dass eine Polle zusätzlich auch scheinbar harmlose, aber entzündungsfördernde Stoffe enthält, die das Ganze erst so richtig schlimm machen.

Bisher hat man bei der Desensibilisierung den ganzen Pollen benutzt und möglicherweise wird sie wirksamer, wenn sie nur die Allergene enthält.

Also noch ein Faktor, den man berücksichtigen muss. Meine Theorie ist, dass es in manchen Jahren weniger schlimm ist und in anderen schlimmer, weil die Zusammensetzung der Pollen vielleicht jedes Mal ein bißchen anders ist.

 

 

 

 

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16 Antworten

  1. Superinteressant diese Forschungsartikel von dir ! Ich hatte dann mal gleich noch auf dem link weitergestöbert und das hier gefunden: http://www.wissenschaft.de/home/-/journal_content/56/12054/11167654/Nanopartikel-gegen-Asthma

    Das gibt einem doch wieder Hoffnung…

    • @solveig Oh das ist ja toll! Den Artikel kannte ich noch gar nicht! Bißchen unheimlich, sich Nanopartikel mit Pollen verabreichen zu lassen, aber scheint ja toll zu helfen!! Vielleicht gibt es doch bald ein Wundermittel?

  2. Glaube nicht das so ein Mittel auf den Markt käme!
    Was würde die Pharmaindustrie mit all den Antiallergika, Astmasprays und co machen?
    Den Markt lassen die sich nicht entgehen.

    • Aber dann würden sie es doch gar nicht erst veröffentlichen, oder ? ;-/

      • Diese Studie ist von einem amerikanischem Wissenschaftler, inwieweit er da von der Pharmaindustrie beauftragt wurde oder nicht kann man daraus erst mal nicht erkennen.

    • Antiallergika gibt es inzwischen superbillig als Generika. Eine hochwirksame Desenbilisierung wäre vielleicht ein besseres Geschäft!

  3. Kennt Ihr das schon?
    https://idw-online.de/de/news651042

    An den Artikel komme ich nicht ran, aber die Pressemitteilung klingt interessant. Demnach bestimmen auch nicht-allergene niedermolekulare Substanzen die Stärke der allergischen Reaktion.

    • Ja genau, das ist fast wortwörtlich in dem Artikel, auf den ich mich beziehe.Das heißt, dass vermutlich Desensibilisierung besser funktioneiren wird in Zukunft.
      Und dass wir immer weniger für selbst schuld gehalten werden. Je mehr man die Prozesse versteht, desto weniger kommt der Vorwurf, man würde sich das nur einbilden oder so.

  4. Ich glaube das hängt mit dem Pflanzenschutzmittel zusammen. Dieses Gift gehört verboten!! Es verändert alles!
    Wenn ihr den letzten Tatort gesehen habt,dann wisst ihr was ich meine.
    Googelt mal…und ihr werdet staunen.

  5. Ich denken das bei Pollenallergien, neben den eigentlichen Pollen, die Ernährung und der Gemütszustand auch eine enorme Auswirkung auf die Symptome haben können.
    Das merke ich selber jedesmal wieder der Frühling. Wenn ich gerade keinen Stress habe und mich größtenteils Paleo ernähre, habe ich kaum Symptome, aber sobald es stressig wird oder ich nur Fast Food & co esse fängt meine Allergie richtig an – mit Nase zu & Augen tränen. Keine Ahnung ob es dafür bisher wissenschaftliche Erklärungen gibt.

    Der von dir verlinkte Artikel ist aber auch interessant, ich finds immer schön, wenn das Mysterium Allergien weiter entschlüsselt wird – in der Hoffnung das Allergien irgendwann vermieden werden können 🙂

  6. Hallo ihr,
    heut hab ich mal eine Frage und würde gern wissen, ob ich damit alleine bin: hier in Bremen seit 2 Tagen mal mehr mal weniger Regen und wenig Sonnenschein. Alle aktuellen Pollenseiten zeigen deshalb eine Verringerung des Pollenfluges und somit auch der Belastung an. Nur hab ich das Gefühl, bei diesigem Wetter oder auch Nieselregen noch schlechter Luft in die Lunge zu bekommen als bei sonnigem Wetter. Und ich hatte keinen Stress, hab meine Ernährung nicht umgestellt oder sonstiges, was das beeinflussen könnte. Und Starkregen, so dass die Pollen aufplatzen gabs heute auch nicht… ;-(
    Geht es einigen von euch auch so ?

    Liebe Grüße
    Solveig

    • Hey Solveig,

      ich kenn das Phänomen und habe bei mir einfach die Luftfeuchtigkeit in Verdacht.
      Ähnliches erlebe ich nämlich beim Saunieren. Vor einem Aufguss kann ich ohne Probleme atmen, aber während eines Aufgusses, bzw. danach merke ich das ich schlechter atmen kann.
      Im Alltag habe ich diese Auswirkungen zwar nicht so stark, aber ich merke schon das ich bei regnerischem Wetter schwerer Luft bekomme. Ist zwar nicht toll, aber soweit ich weiß lässt sich da nicht viel machen, wenn die Ernährung & sportliche Aktivität stimmt. Ich behelfe mir da immer mit japanischen Heilpflanzenöl, von welchem ich mir ein Tropfen auf die Zunge gebe und dann ein paar mal tief einatme – ob es hilft weiß ich zwar nicht, aber es fühlt sich gut an 😀

      Du kannst dir also sicher sein, du bist nicht allein 😉

      Gruß,
      Daniel

      • Hallo Daniel,

        danke, dass muntert mich ja wieder auf, dass ich nicht allein mit dieser Empfindung bin. 😉

        Grüße
        Solveig

    • Hallo Solveig,
      Danke für Deinen Bericht. Das Phänomen ist bekannt, ich hab da auch irgednwo schon drüber geschrieben. Bei bestimmten Luftdrucksituationen werden pollentragende Luftschichten nach unten gedrückt. Deswegen ist es vor dem Regen schlimmer. Ich merke es oft sehr, sehr stark. Leider hab ich grad den Link nicht zur Hand, wo es exakt beschrieben ist. Vielleicht finde ich ihn später noch. Ich denke dann immer, die Pollen fliegen tief. Das sagt man doch so von den Schwalben, und die fliegen tief wegen der Mücken. Vielleicht befinden sich Mücken und Pollen in denselben Luftschichten?
      Wenn es dann geregnet hat, und während des Regens, wird die Luft von Birkenpollen gereinigt. Das mekre ich dann auch oft, dass e shilft. Aber irgendwo hab ich gelesen, dass Gräserpollen bei Regen umso mehr pollunieren. Dass es sie irgendiwe anregt und dass es dann schlimmer wird.
      Auch da hab ich grad den Link nicht, ist nur aus dem Gedächtnis.
      Lieben Gruß
      haltet durch!
      Christine

  7. Ich bin auch pollentechnisch drauf: Mit einem Mitarbeiter haben wir in Aachen an der RWTH eine Pollenmessstation aufgebaut, die online arbeitet. Die Daten sind nicht so gut, wie wenn Dr. Wachter die Pollen analysiert, aber für eine Orientierung ganz brauchbar und alle 4 Stunden aktuell.

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