Jagd auf Ambrosia

Foto: Agroscope ACW

Sie ist auf Eroberungskurs. Super-aggressiv und super-allergienauslösend breitet sie sich aus: Ambrosia, das Horrorkraut.

Es muss dringend landesweit ausgerupft werden, aber niemand organisiert das. Ich hatte es ja schon mal erwähnt. Wenn z. B. Banken oder die Automobilindustrie bedroht wären, statt nur sowas unwichtiges wie Gesundheit, würde es schon Gesetze, Kontrolleure und Maßnahmen dafür geben.

Bis dahin müssen wir selbst rupfen. Aber wer weiss schon, wie das Zeug aussieht? Es ist doch einfach ein grünes, mittelgroßes Blattzeug wie tausend andere auch. Nicht mal n auffälligen Stengel wie die Birke hat es. Ist Euch aufgefallen, dass Ambrosia eine Art Gehirnwäsche auf uns ausübt? Über die Augen. Man guckt sich Fotos an und zwei Minuten später weiß man nicht mehr, wie sie aussieht. Unheimlich!!!

Deswegen fordere ich euch auf! Wehrt euch! Druckt Steckbriefe aus und verteilt sie überall! Zwingt Eure Freunde, Verwandte oder Feinde mitzumachen. Ich werde mal einen Steckbrief  zum Download hier hinstellen, aber es fehlt noch ein Blattfoto unter freier Lizenz. („Wie Urheberrecht die Rettung der Welt verhindert“ ist ein interessanter Artikel, der in dieser Variante noch zu schreiben wäre.)

Mögliche Gegenargumente entkräfte ich mal schnell:

1. Mich betrifft es nicht, ich reagiere auf Ambrosia nicht allergisch. Bis jetzt nicht, aber Ambrosia arbeitet daran.

2. Bei uns gibt es bestimmt sowas nicht. Hah! Bist du aber naiv! Schau doch mal auf die zahlreichen Verbreitungskarten im Internet. Z. B. polleninfo ambrosiainfo oder floraweb. Berücksichtige dabei, dass die Daten  von 2006 bzw 1999 usw. stammen, inzwischen ist Ambrosia schon weiter vorgerückt. Warum eigentlich gibt es keine aktuellen Karten? Sehr verdächtig!!!!

3. Ich hab Angst, das ist mir zu gefährlich die auszurufpen. Ok, das ist ein Argument. Dann mach doch anders mit. Finde einen Kindergarten in deiner Nähe und setze Bonbons als Preisgeld für Ambrosia aus. Wenn du es geschickt anstellst, sponsort dich die Pharmaindustrie dabei. Rechne ihr einfach vor, wieviele kleine  Ambrosia-AllergikerInnen entstehen, durch den Kontakt mit der Pflanze.

Jetzt, wo wir uns einig sind, kommt hier noch eine Kurzzusammenfassung der Merkmale:

  • Mittelgroß, größer als Gras, kleiner als Haselnußbüsche. Blattform hühnerfußartig, aber mit mehr Zehen als ein Huhn hat. Kann variieren.
  • Unten drunter ist das Blatt auch grün. (Und nicht silbergrau pelzig wie der gemeine Beifuß.)
  • Die Blüten sehen aus wie so feierliche Kerzenleuchter, senkrecht nach oben, mit kleinen Knüddeln dran. Es sind keine wirklichen Blumen- Blüten, sondern unscheinbare gelb-grüne Bällchen. Die Blütezeit geht noch bis Oktober.
  • Es hat keine besonders tollen Wurzeln, weil es immer nur ein Jahr lang wurzelt und dann stirbt. Natürlich erst, nachdem es seine Samen verbreitet hat.
  • update: Behaarter Stengel

Solltet ihr das bösartige Kraut auf Nachbars Grundstück entdecken, so könnt ihr die Polizei auffordern, einen „Gefahrenerforschungseingriff“ durchzuführen. Das sagt zumindest Martin Schnitzler. Ich finde, das klingt gut. Die Polizei sollte viel öfter mal Gefahren erforschen, statt z. B. RadfahrerInnen anzuhalten. Ja und Birkenwälder gibt es bei uns auch jede Menge…  wer erforscht denn diese Gefahren????  Ich würde auch die Kettensäge organisieren, dann könnte man gemeinsam Halt, nein, ich wollte hier nur über die Ambrosiajagd schreiben.

Waidmannsheil!

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