Lesefutter: Was hilft denn nun?

“Hat jemand son elektrisches Gerät, das man sich in die Nase schiebt?” fragt da jemand .

Foto: wikimedia.org

Wundermittel Mumiae: Lieber nicht!

Wer unter Heuschnupfen leidet, ist bereit, die merkwürdigsten Mittel auszuprobieren. Doch DAS Wundermittel gibt es nicht. Eindrucksvoll belegt das dieser dieser Thread: Schon über 9 Jahre,  über 26 Seiten hinweg, tauschen sich die User dieses Telefon(?!?)forums  darüber aus, was bei Heuschnupfen hilft. Sie kommen zu keinem Ergebnis.

Manch einer schwärmt von seiner Ernährungsumstellung, diskutiert die Vor- und Nachteile von Cortisonspritzen, empfiehlt Nasenduschen oder gar wundersame  Klingeltöne gegen Allergien. Meine Empfehlung lautet, es an düsteren Birkentagen zur Erheiterung zu lesen. Man ist lange damit beschäftigt. Oder gelingt es jemandem, eine Statistik daraus anzufertigen, welche Mittel besonders oft empfohlen werden?

Die Grenze zum Aberglauben ist schnell überschritten, wenn die Verzweiflung groß ist. Das wird demnächst ja wohl stark zunehmen. Weiterlesen »

Birkenblütenende in Deutschland: 7%

Eine gute Nachricht: Der DWD hat schon einige ausgeblühte Birken gesichtet. Die Saison bewegt sich also langsam ihrem Ende zu. 7% ausgeblühte Birken waren es gestern, am 19. 4., die meisten Sichtungen im Südwesten Deutschlands. Im Norden und Osten wird es wohl noch ein wenig länger dauern, dort fing es ja auch später an. Insgesamt sind wir dieses Jahr 3 Tage schneller als der Jahresschnitt, sagt die Statistik des DWD.
Die Karte “Beginn der Blüte” zeigt erst 75%. Aber wer sagt denn, dass 100% aller Birken blühen müssen? Ich verweise auf die Mastjahrdiskussion…..
Schön klingt es bei polleninfo.org: “Fade out ” steht da schon für die Birke. Das ist Musik in meinen Ohren.
Hier nochmal die Navigation zur Birkenkarte:
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Aktuelle Karten

Verdächtig wenig Pollen

Danke für die vielen Berichte in den Kommentaren!

Dieses Jahr scheint wirklich erstaunlich harmlos zu sein. Ich kann bisher nur über Halsschmerzen und einzelne Nieser klagen, nichts Weltbewegendes. Kein Vergleich zu einem grippeähnlichen allumfassenden Krankheitsgefühl, das ich sonst in der Birkenzeit kenne. Ich halte aber auch streng alle Pollensicherheitsvorkehrungen ein, seit Ende März schon.

Wir hatten dieses Jahr wirklich Glück mit dem Wetter: Kalt und regnerisch. Bis jetzt—*klopfaufholz*

Es könnte natürlich sein, dass für Berlin das dicke Ende noch kommt. Wer weiss!? Allerdings stehen die Birken hier alle ausnahmslos in voller Blüte und die meisten haben schon richtig satt grüne Blätter. Was soll da noch kommen?

Interessant ist auch der Unterschied zwischen den Regionen:

Anfang April hatten wir in Berlin so gut wie gar keine Pollenbelastung.  Ich hatte dann am 5.4. Besuch aus Koblenz, der hier übernachtete. Seine Straßenkleidung durfte er natürlich (!!!!!) nicht mit in mein Zimmer nehmen. Die wurde im Badezimmer deponiert.

Am nächsten Morgen betrat ich das Bad und innerhalb von Sekunden ging es los: Ich wurde von heftigen Niesanfällen durchgeschüttelt, die überhaupt nicht mehr aufhörten. Meine Augen brannten. Bis ich schließlich seine Kleidung luftdicht verpackte und dann fluchtartig das Badezimmer verließ.

Seine Kleidung war so verseucht! Wie muss dann erst das Leben in Koblenz zu der Zeit gewesen sein?

Zu den regionalen Unterschieden fand ich bei Pollenflug-Nord diese interessante Grafik. Man sieht, dass die Pollenbelastung in Ostdeutschland wirklich zuerst sehr niedrig ist. Aber warum schnellt es dann so in die Höhe? Ich merke nichts von einer angeblich sehr, sehr hohen Belastung. Ein Messfehler? Wie wird das überhaupt zusammengefasst?

Tyrannei der Birkenpollen 2012

Kaum dreht man sich mal um, ist schon alles voll mit Birkenpollen.  Die  Vorhersagekarte für morgen, den 2.4., ist durchgehend gelblich-rot. Nur an der Nordseeküste in Schleswig-Holstein findet sich ein schmales grünes Band. Das Oberrhein- Gebiet (also zwischen Wiesbaden und Basel) war wie jedes Jahr das erste Birkenopfer und erstahlt auch jetzt gefährlich dunkelrot. Horrormeldungen kamen dann bald aus Koblenz und Frankfurt.  Schon am 23. 3. hörte ich aus Koblenz, dass die Birke voll und heftig durchgestartet sei. Das erscheint mir doch recht früh im Vergleich zu 2011.

In Berlin haben wir normalerweise ein Weilchen Ruhe, in 2011 ging es erst um den 9.4. so richtig los. Letzte Woche jedoch schlugen die Meteorologen Alarm: Es wurde auf einen Schlag die Schwelle zur starken Belastung überschritten, 50 Pollen/ m³ Luft!!! Bei Pollenflug-Nord sieht man, wie der Graph in die Höhe schnellt. Der Vergleich mit den Vorjahren zeigt, dass das für Berlin verdammt früh ist. Mitte bis Ende April wäre es sonst zu erwarten. Erstaunlich passende Worte findet ausgerechnet die Welt-online: “Jetzt beginnt die Tyrannei der Birkenpollen”. (Vorsicht Pollenbilder)

Wir können also mal wieder nur auf das Wetter bauen. Das soll hier im Norden und Osten Deutschlands zum Glück kühl und regnerisch werden.

Ich hoffe, ein früher Birkenblühbeginn bedeutet auch ein frühes Ende. Laut Dwd begann die Birkenblüte in 2011 7 Tage früher als normal und endete jedoch nur 4 Tage früher als im Schnitt. (Betrug!) Bei dem Blühbeginn für 2012 sind wir anscheinend 17 Tage früher dran als normal, wenn ich die Karte richtig lese. Als durchscnittliches Ende der Blütezeit ist der 29.4. angegeben.  Heißt das nicht rein rechnerisch, wir könnten schon am 12. 4. durch sein mit der Birkenpest??

Mastjahr, gibt es das wirklich?

Regen statt Birkenmast!!!!!

Foto: Tomasz Sienicki

Immer wieder werden wir in Panik versetzt, dieses Jahr sei nun ein ganz besonders schlimmes Birkenjahr, ein Mastjahr. Es heißt, die Birke blühe alle zwei Jahre besonders heftig. Das wäre dann zu den geraden Jahreszahlen, 2010 und 2012 der Fall. Aber oft kam es dann doch nicht so schlimm. Langsam hören wir nicht mehr auf diese Unkenrufe.

Fest steht, den Begriff Mast gibt es und er hat was mit Bäumen zu tun. Laut Wikipedia ist es Jäger- und Förstersprache und wird normalerweise für Kastanien und Buchen etc. verwendet. Fette Fruchterträge alle sechs bis zehn Jahre sorgten dafür, dass die Haustiere, die man früher in den Wald getrieben hat, quasi gemästet wurden.

Dann aber in Bezug auf die Birke zu behauptetn, alle zwei Jahre wird es schlimm, klingt doch sehr simpel. Der Förster, Axel Dinger, stellt das etwas differenzierter dar und klingt für mich glaubwürdiger: (vorsicht Pollenbild!!!) :

Die Birke habe ungefähr einen Zweijahresrhythmus, sagt er. Was aber ist ein ungefährer Zweijahresrhythmus? Ist das noch ein Rhythmus, ist das berechenbar? Jedenfalls nicht so vorhersehbar, wie uns überall suggeriert wird.

Er unterscheidet verschiedene Stufen von Mast:

“Bei der Sprengmast blühen 30 bis 40 Prozent, bei einer Halbmast 31 bis 70 Prozent und bei der Vollmast über 70 Prozent der Bäume”

Zwischen 30 und 70% sind für mich ein Riesenunterschied. Ich wusste auch nicht, dass es schon Mast ist, wenn die Birken zu 30% blühen. Ich sehe mich im April von blühenden Birken umzingelt. Weiterlesen »

Teilsieg: “Nur” noch Erle

Die Haselpest hat ihren Zenit  in den meisten Regionen jetzt überschritten, sagt Dr. Wachter von Pollenflug-Nord. Es wird also weniger. Nur die Erle ist noch fleissig dabei und wird schlimmer. “Nur” muss man in Anführungstriche setzen, denn ich hab den Eindruck, sie ist schlimmer als die Hasel.

Und auf die größte Widersacherin warten wir ja noch: Die Birke. Sie soll wohl ab Ende März in einigen Regionen Deutschlands zuschlagen. Vermutlich wieder da unten, zwischen Freiburg und Frankfurt. Und theoretisch sollte 2012 ein sogenanntes Mastjahr werden, also ein schlimmes Birkenjahr. Aber das muss nicht so eins zu eins eintreffen, es gibt ja noch klimatische und wetterabhängigie Schwankungen.

Fortbewegung trotz Pollen

Seit ca einer Woche hat der Pollenterror auch Berlin erreicht. Erle. Ich habe festegestellt, dass fahrradfahren ziemlich belastend ist. In der S-Bahn oder wenn man zu Fuß geht, ist die Belastung sehr viel geringer, scheint mir. Vielleicht filtert man bei dieser schnellen Fortbewegung zuviele Pollen aus der Luft. Oder man ist zu nah an den Autoabgasen, die ja bekanntlich die Pollen erst aggressiv machen. Habt Ihr auch die Erfahrung gemacht? Habt Ihr eine Erklärung für dieses Phänomen?

Am sichersten ist es jetzt natürlich im Auto mit Pollenfilter. Aber dann würde man ja gleichzeitig zur Verschlimmerung des Pollenproblems mit beitragen. Das möchte ich auch nicht emfpfehlen.

Ein Fahrrad mit pollensicherer Kabine wäre vielleicht die Lösung.

Oder man bleibt zuhause und verrammelt Fenster und Türen. Das ist natürlich die eleganteste Lösung, die aber von der Umgebung so ungnädig aufgenommen wird. Ich fordere gesellschaftliche Akzeptanz für Pollenrückzug!

Auf zum munteren Bäume fällen!

Davon träumen wir doch alle: Die blöden Birken mal alle heftig mit der Axt zu bearbeiten. Zum Glück gibt es das jetzt das Bäumefällprojekt auf dem Karlshof in Brandenburg. Dort werden noch Freiwillige gesucht. Vor allem suchen sie Menschen, die mit der Kettensäge umgehen können. Aber auch mittels Yoga könnt Ihr die Baumvernichtenden unterstützen. Ich finde,  es ist eine gute Gelegenheit, die Opferolle zu verlassen und an der Aggressorin Birke mal ausgiebig Rache zu üben. Ob das Camp von den Krankenkassen finanziert wird, habe ich allerdings nicht herausbekommen.

Foto: wasanderes (flickr)

Dieses Jahr Weihnachtspollen?

Der Dezember ist eigentlich eine friedliche, pollenfreie Zeit. Ein Bollwerk aus Schnee und Eis gegen die kleinen Angreifer.  Die ersten Frühblüherpollen tauchen normalerweise nicht vor Anfang/ Mitte Januar auf.  Nun warnt uns Karl-Christian Bergmann, der Leiter der Allergie-Ambulanz an der Berliner Charité, vor den ersten Haselpollen IN DEN NÄCHSTEN TAGEN. Das hieße, Haselpollen an Weihnachten, ein ganz neues, unangenehmes Szenario.

Allerdings prognostiziert die FU Berlin den ersten Pollenflug erst für Januar. Die Information stammt vom 23.12., während die Schreckmeldung mit den Dezemberpollen einen Tag älter ist, vom 22.12.. Vielleicht gab es über Nacht einen Wetterumschwung?

Jetzt, außerhalb der normalen Pollensaison, befinden sich auch viele Informationsdienste in “Winterruhe”, so dass man sich nicht darauf verlassen kann, gewarnt zu werden.

Und was sagt Dr. Wachter dazu? Er schreibt nichts von einer konkreten Dezemberpollengefahr, aber:

im Südwesten stehen einige Haseln schon in den Startlöchern! (20.12.11)

Lieber Dr. Wachter, das klingt bedrohlich. Wenn Sie uns schon in Panik versetzen, dann könnten Sie die Gefahr doch auch ein wenig  konkreter erklären.

So kann ich nur Daumen drücken, dass wir ein weißes und kein polliges Weihnachten bekommen. Aber selbst wenn jetzt Pollen FLÖGEN, hört es auch wieder auf, sobald es winterlich kälter wird.

Frohe Weihnachten trotzdem!

Loratadin oder Cetirizin— nicht egal!!!

Die Antihistaminka der sogenannten neueren Generation, Loratadin und Cetirizin, haben weniger Nebenwirkungen als die früheren. Sie haben deshalb beide einen guten Ruf.

Aber kaum jemand weiß, dass es nicht egal ist, welches der beiden man einnimmt. Unterschiede in der Wirkungsweise und in den Nebenwirkungen beschreibt die Pharmazeutische Zeitung genauer. So sollte der Arzt zunächst Loratadin empfehlen, da es nicht oder fast nicht müde macht. Cetirizin dagegen wirkt zwar besser bei Hautproblemen, aber macht schläfrig und dämpft die Motivation (!!!). Zwei Stunden nach der Einnahme soll das eintreten. Auch die Fahrtüchtigkeit ist dann beeinträchtigt.

Warum sagt einem das keiner?? Ich möchte gerne wach und motiviert bleiben, sofern ich es vorher war!

 

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